Mittwoch, 5. September 2007

Barcelona (10. Tag)

Heute war der Tag der Hochmotivation. Um 0800 (in Worten acht Uhr!) sprangen wir froehlich und gut gelaunt aus dem Bett (Genaugenommen sprang nur einer von uns, eine gewisse faule Person wollte nur noch "Fuenf Minuten" liegenbleiben)...

Nach dem Fruehstueck hiess es dann Waesche waschen, wofuer wir erstmal einen laengeren Weg zum Waschsalon zuruecklegen mussten. Hier gab es die Anleitung zum Glueck auch auf Englisch. Nachdem wir zwei Paeckchen Waschmittel, das fast so gut roch wie das von MargaRENFE, aus dem Automaten gezogen hatten, beluden wir die Maschinen. Auch wenn Michael immer noch glaubte, dass man Kinderunterwaesche bekommt, wenn man Maenner- und Frauenunterwaesche zusammenwascht, verzichteten wir darauf, unsere Unterhosen getrennt in je einer 8kg Waschmaschine zu waschen.


"Iiiich habe Waesche gewaschen!!!!


Nach 30 min rumbloedeln im Waschsalon konnten wir bei 30º C zurueck zum Hostel gehen. Hier spannten wir erstmal Kordel quer durchs Zimmer um die Waesche aufzuhaengen.



Danach ging es zur Sagrada Familia, oder besser gesagt in den McDonalds daneben. Hier wollten wir testen, ob der spanische MCD genauso schlabbrige Pommes wie der hiesige Kurger - leider war es so.



In der Warteschlange des Ticketstandes stellte Vero schon fest, dass man nicht mehr kostenlos den Turm der Sagrada Familia besteigen konnte. Wir begnuegten uns also damit, die Kirche zu umrunden und das Innere zu besichtigen. Ausserdem fanden wir im angeschlossenen Museum die (eher enttaeuschende) Loesung zu folgendem Zahlenraetsel, das uns an der Passionsfassade sofort auffiel.



Es gibt ueber 300 Methoden die Zahlen so zu verbinden, dass die Summe 33 (Alter von Jesus) ergibt.

Nachdem wir genug von der eingeruesteten Kirche hatten, machten wir uns auf den Weg zum Parc Güell. Nach einigen Metrostationen folgte ein kurzer Fussmarsch, bis die Rolltreppen (mitten in der Stadt!!!) hinauf auf den Berggipfel, wo der Parc war begannen.



Der faule Michael fuhr Rolltreppe, Vero lief lieber die normale Treppe und war dafuer schneller oben.

Im Parc brauchten wir erstmal eine Essens- und Ruhepause; Michael glaubte einen perfekten Platz auf einer Mauer, bei der es 10m (Veros Schaetzung, in Wirklichkeit vielleicht 4m) abwaerts ging, gefundenzuhaben. Doch Vero hatte so viel Hoehenangst, dass wir den Platz nach ca. 10 min aufgaben und umzogen auf eine etwas abseits gelegene Treppe. Hier packten wir unsere Pistazien aus und bewarfen Tauben mit den Schalen. Irgendwann wurde uns das zu doof, und wir zielten nur noch auf einen bestimmten Punkt des Treppenabsatzes. Vero konnte das nicht so gut, dafuer rutschten auf ihren Schalen mehr Touristinnen mit fuer Parkspaziergaenge ungeeigneten Schuhen aus.

Nachdem wir mit Essen fertig waren ging es weiter zur Aussichtsplattform des Parks. Hier schafften wir es direkt mal uns so auf der entlang des Gelaenders verlaufenden Bank zu platzieren, dass wir allen Touristen im Bild waren und es kam auch das erste Mal der Verkaeufer des "Super Magico" Kopfmassagegeraets zu uns, das er uns fuer 5 EUR verkaufen wollte. Wir testen es aber immer nur wegen der Gaensehaut, aber kauften es nicht. Spaeter als es uns zu doof wurde, unfreiwillig auf 1000en von Urlaubsfotos fremder Leute abgebildet zu werden, zogen wir um auf eine ruhigere Ecke der Bank, wo wir die Sonne genossen und ueber die Englaender laesterten, die man sofort an ihrer adeligen Blaesse und den roten Haaren erkannte. Schlisslich kam Vero noch auf die Idee ueber das Gelaender auf die darunterliegenden Baeume zu spucken (Tüüü!), das Ganze artete etwas aus und wir beendeten unsern Weitspuckwettbewerb erst, als wir merkten, dass uns ein Japaner dabei gefilmt hatte.

Als wir uns genug erholt fuehlten, machten wir uns auf den Weg um noch einmal ueber die Ramblas zu schlendern. Unser Lieblingszauberer war wieder da; er machte grade Pause, aber ein kleiner Typ der aussah wie sein Bruder begann grade mit seiner Vorstellung. Wir stellten uns in die erste Reihe und versuchten das Geheimnis des Ballverschwindeundballherzaubertricks zu ergruenden. Weit kamen wir dabei allerdings nicht, denn schon begann er mit den Knoteninsseilschlagtricks, hierfuer holte er sich zwei Frauen aus dem Publikum, eine davon war uns sogar bekannt.



Waehrend der Zauberer so in ihrer Naehe rumwuselte, konnte sie immerhin den Balltrick teilweise aufdecken. In seiner Hose hatte er mindestens fuenf versteckte Taschen.

Nach der Ramblas ging es ins Hostel, wo wir uns Aglio und Olio kochten. Hierfuer musste Michael 2^-1 Knollen Knoblauch mit dem Messer klein schneiden musste. Wir perfektionierten die Sauce mit Chorizo und Albahaca. Nachdem wir die Hostelkueche genug mit Knoblauchdunst eingenebelt hatten, gingen wir ins Bett. Zum Glueck hatten wir mittlerweile nur noch eine einzige weitere PErson im Zimmer, die unseren Gestank ertragen musste.

Keine Kommentare: