Montag, 17. September 2007

Faro (18.Tag)

Heute standen wir einigermaßen zeitig auf, weil wir erst zu Superali und dann zur Ilha Deserta wollten, zu der es nachmittags keine Boote mehr gab. Das irritierte Geraldo sicher, denn er meinte schon gestern Abend "Michael, I heard you like to sleep long".

Nach einer halbstündigen Katamaranfahrt durch die Insellandschaft vor Faro – alles Vogelinseln – setzte uns das Boot auf der Ilha Deserta ab, die wirklich sehr deserta war.



Außer einem Restaurant gab es nichts auf der Insel. Wir gingen direkt zum fast leeren Strand – es war so wenig los, dass die Lifeguards Karten spielten. Als wir den perfekten Platz am Rande der Dünen gefunden hatten, machten wir es uns gemütlich. Leider war es auf der Insel windiger als am Festland und der Strand ziemlich steil abfallend, sodass wir heute nicht ins Wasser gingen. Wir genossen lieber die ruhe am fast menschenleeren Strand, unsere Motivation war nicht einmal groß genug, Muscheln zu sammeln, da wir auch keine Lust hatten, diese den Rest des Urlaubs im ohnehin nicht leichten Gepäck mit uns herumzutragen. Auch wenn diese Insel anscheinend ein Paradies für Muschelsammler war, da es kaum Konkurrenz gab, sodass der Strand vorne mehr aus Muscheln als aus Sand bestand.

Wir fuhren um 1800 zusammen mit allen anderen Menschen, die sich auf der Insel befanden (ca. 40) auf dem Boot zusammen zurück nach Faro. Im Hotel kochten wir uns zunächst unser Lieblingsessen Aglio & Olio, heute unter Einsatz drei kleiner Fläschchen Olivenöl, danach wagten wir uns an die Dose, die wir im Superali gekauft hatten. Da wir beide kein Portugiesisch konnten, hatten wir die gekauft, auf der vorne ein Chili con Carne-ähnliches Bild war. Als wir die Dose öffneten und Michael der Geruch in die Nase stieg meinte er "hmmm, garnichtmalschlecht", doch als wir den Doseninhalt in den Topf schütteten, änderte er so schlagartig seine Meinung, wie es Vero übel wurde. Was uns da entgegen lachte waren uns von zahlreichen Supermarktbesuchen her wohlbekannte Innereien. Wir entsorgten den Eintopf also schnellstmöglich und aßen die restlichen Nudeln lieber pur. Trotz des Essenschocks waren wir aber zufrieden nach einem weiteren Gammeltag, auch wenn Michael laut Vero leichten Sonnenbrand hatte (der sich bis heute nicht schälte), weil er sich trotz ihren Warnungen nicht eincremen wollte.

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