Montag, 17. September 2007

Lissabon / Faro (16.Tag)

Unser zweiter Tag in Lissabon begann mit dem typischen Hostelfrühstück aus Toast, Butter, Marmelade und Kaffee. Danach jagte Vero Michael den Berg zu Castello hinauf. Hier verschafften wir uns erst einmal kostenlosen Eintritt, es interessierte niemanden, dass wir durch den Ausgang hereinspazierten, da der Wachmann ins Gespräch mit einem anderen Angestellten vertieft war.



Im Castello bzw. seinen Resten konnten wir außer einer tollen Aussicht auf die ganze Stadt und Rundgängen über irre hohe Mauern mit zu niedrigem Geländer nicht viel genießen. So machten wir uns nach einer oder zwei Stunden wieder auf den Rückweg - hier trafen wir auch Michael wieder, mit dem wir uns kurz unterhielten und der mit seiner Kamera ein Erinnerungsfoto von uns machte.

Zurück in der Stadt hieß es erst einmal Futter fassen im McDonalds. Michael musste natürlich unbedingt den Aktionsburger Too Cheese probieren, der wirklich sehr, sehr cheese war. Anschließend gingen wir zurück ins Hostel, da die Zeit bis zur Abfahrt nicht mehr reichte um die Brücke, die wie die Golden Gate Bridge aussah, von Nahem zu besichtigen.



Michael hielt eine ausgedehnte Siesta im Sitzsack während Vero Internet surfte. Eine Stunde vor Abfahrt weckte sie Michael um los zum Bahnhof zu gehen. Vorher wollte er aber noch die gute Internetverbindung ausnutzen und die Lissabon Fotos hochladen. Das dauerte doch länger als erwartet, sodass wir ziemlich in Zeitnot kamen und es nicht mehr schafften am Bahnhof den IC Zuschlag zu bezahlen. Vero hatte im Zug laufend Angst dass der Kontrolleur uns rauswerfen würde und wir nach Faro laufen müssen, da dies der letzte Zug des Tages war. Als nach zwei Stunden immer noch kein Schaffner war entspannte sie sich – doch zu früh. Wir mussten für je 4 EUR eine Reservierung nachkaufen, als wir kontrolliert wurden. Immerhin wurden wir nicht am nächsten Bahnhof rausgeschmissen. Als wir im 2100 in Faro ankamen – der Bahnhof war nicht viel grösser als der in Bodenheim – wurden wir vom lieben Mann a.k.a. Geraldo angesprochen. Er bot uns ein Hotelzimmer für 35 EUR * Nacht^-1 an. Erst waren wir skeptisch auch wenn der Preis wirklich verlockend war, da niedriger als der der Jugendherberge war. Wir fuhren also mit dem lieben Mann im halbauseinanderfallenden Hotelauto zum Hotel um uns das Zimmer einmal anzuschauen. Unterwegs gab er uns erste Tipps was wir in Faro alles machen konnten. Da er sehr nett war und das Zimmer sogar einen Balkon hatte, entschieden wir uns hierzubleiben. Der liebe Mann gab uns noch Prospekte und hatte jede Menge weitere Tipps für Michael, den er ständig mit Namen ansprach.

Bei einem Abendessen in McDonalds entschieden wir uns schließlich dafür, Sevilla zu Gunsten Faros zu streichen. So hatten wir einen Tag für den normalen Strand und einen Tag für die Ilha Deserta. Der liebe Mann freute sich natürlich auch, dass wir länger bleiben wollten.

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