Um 1000 hatten wir ein zweites Mal den Alhambraberg erklommen – und wieder waren alle Karten für den Nasridenpalast weg. Wir mussten und also damit begnügen, den Generalife
und den Alkazar zu besichtigen.
Als wir nach frei Stunden genug hatten, machten wir uns auf den Weg zum Ausgang, dich dabei konnten wir der Versuchung nicht wiederstehen, statt den Salidaschildern dem "Durchgang verboten"-Schild zu folgen. Nachdem wir einen Schotterweg durchs Niemandsland gefolgt waren, kamen wieder Gebäude in Sicht: Die Verwaltung und der Mitarbeiterparkplatz der Alhambra. Es musste also auch hier einen Ausgang geben, den wir schließlich auch entdeckten. Ein elektrisches Tor, bei dem wir nur warten mussten bis von außen ein Auto kam, sodass wir flüchten konnten, bevor das Tor sich wieder schloss. Ein bisschen ärgerten wir uns schon, jetzt erst den Geheimeingang gefunden zu haben.
Auf dem Weg zum Hostel aßen wir ein Eis, dieses Mal bei einer anderen Heladeria mit viel größeren Portionen und viel besserem Schokoladeneis. Im Hostel schlief Michael noch eine Runde, wahrend Vero am Computer saß und Wasser kaufen ging (in der Stadt, nicht im Internet).
Kurz vor wir losgingen aßen wir nochmal beim Kebab um die Ecke, wobei wir durchs Fenster den Drogenhandel auf der Straße beobachteten. Als wir uns im Hostel mit unserem Gepäck beluden, begann es zu schütten wie sonstwas. Langsam konnte uns niemand mehr erzählen, dass es in Andalusien fast nur Sonnentage gab. Wir fanden uns also damit ab, mal wieder nass im Zug sitzen zu müssen, dieses Mal eine Regionalbahn, für die wir immerhin keine Reservierung kaufen mussten. Dafür hab es auch keine Audiculares und keine Ansage der Bahnhöfe, sodass man sich an der Uhr orientieren musste, wenn man wissen wollte, wo man war. So gelang es uns auch, richtig in Ronda auszusteigen. Michael hatte schon den ganzen tag Kopfschmerzen, sodass wir froh waren, einfach den Hotelbesitzer anrufen zu können, der uns mit dem Auto abholte.
Botz war ein netter Engländer, der ein typisches Berghäuschen in der Sierra Nevada besaß. Über enge, holprige Serpentinen fuhr er uns dorthin. Dort tranken wir erstmal ein Bier mit Botz – wir waren die einzigen Gäste, erst am Wochenende werde es voll werden – dann machten wie einen Dorfrundgang. Wie erwartet war außer zwei klaffenden Hunden und einer fast leeren Garagenbar nichts los. Wieder zurück setzten wir uns noch bis 0100 an den Computer um zu bloggen, ehe wir ins Bett unseres Hüttenstylezimmers gingen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen