Hier begann unsere erste marokkanische Zugfahrt, die fünf Stunden dauern sollte obwohl der Zug "Rapide" hieß. Da wir kein Risiko eingehen wollten, kauften wir Fahrkarten für die erste Klasse, die klimatisiert war. Das waren uns die 2 EUR Aufpreis wert.
Die Fahrt führte vorbei an mit Plastiktüten und Plastikflaschen zugemuellten Feldern. Sonst gab es nicht viel zu sehen. Fast pünktlich kamen wir in Fes an, wo wir ein Petit Taxi zum Hotel nahmen. Michaels Rucksack musste auf dem Dach mitfahren, da er nicht ins kleine Auto passte. Er blieb auch tatsächlich bis zum Ende der Fahrt dort oben liegen.
Das Hotel Batha war viel schöner als das Hotel Continental, trotzdem war es billiger. Michaels Theorie war, dass in Tanger mehr Touristen aus Spanien waren, die nur zwei Tage bleiben wollten und bereit waren, europäische Preise für eine Übernachtung zu zahlen.
Nachdem wir unsere Sachen abgestellt hatten, gingen wir zunächst etwas essen, was hier in Fes trotz Ramadan kein Problem war. Für je 50 GELD assen wir Couscous und Tajine mit marokkanischer Suppe als Vorspeise. Die Suppe war nichts Besonderes, das Hauptgericht gut aber schwach gewürzt. Michael vermutet aber, dass wir eher unsere Geschmacksnerven mit den scharf eingelegten Oliven, die es vor dem Essen hab, schon überreizt hatten. Wir liessen es uns also schmecken und futterten nebenbei die Katze, die unter unserem Tisch sass und einen ab und zu mit der Vorderpfote antippte, damit man sie nicht vergass.
Nach dem Essen kauften wir uns als Nachtisch frisch gepressten Orangensaft bei einem Saftpresser am Straßenrand. Dann gingen wir ins Internetcafé, da wir eine Woche Blog nachzuholen hatten. Nach sechs Stunden waren wir fertig. Vermutlich haben wir den Rekord des Cafés gebrochen. Da es schon 0000 war, gingen wir direkt zum Hotel und ins Bett.
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