die wir auch von innen sahen, die eher erbaermliche Callejeta de las Flores

und den schönen Barockgarten der Festung.
Hier ließ sich Michael nicht davon abhalten, alle Früchte, die er finden konnte, zu pflücken, aufzuschneiden und zu probieren. Wenigstens weiß er jetzt, dass Pomeranzen zwar wie Orangen aussehen, aber keineswegs so schmecken.
Als wir unsere Touristenpflicht erfüllt hatten, gingen wir zum Corte Inglés, um Wasser für den nächsten tag zu kaufen. Unser verstecktes Bier war leider nicht mehr im Orangensaftkühlschrank, in dem jetzt sowieso nur noch Gazpachotüten standen.
Nach der Supermarktabteilung machten wir noch einen Abstecher in die Fotoabteilung, wo man an einem Automaten Digitalfotos ausdrucken konnte. Das wollte Michael für eine originelle Postkarte ausnutzen. Als wir vor dem Automaten standen, wurden wir auf einmal angesprochen: "Kann ich Ihnen helfen?". Wir erschraken zuerst, weil jemand auf Deutsch mit uns redete, doch dann stellten wir fest, dass es nur der Cortefotoabteilungsmann war, der mit uns sprach. Bei ihm bezahlten wir auch und ließen uns von ihm erklären, wo das nächste Internetcafé war.
Am Plaza de las Tendillas fanden wir es aber erst nachdem wir nochmal an der dortigen Tourismusinformation fragten. Wir wurden in ein überfülltes Café mit steinalt aussehenden Rechnern geschickt. Als wir nach kurzem Warten an einen Computer kamen, begann der Alptraum. Windows 98 auf 350 MHz-Pentiums. Die Alhambrakartenvorbestellung war so undurchsichtig, dass wir wieder leer ausgingen und das Bloggen machte am Schrottrechner auch keinen Spaß. Dass wir für die Stunde nur 1,80 EUR zahlten, riss es auch nicht raus, da wir für alles mindestens die doppelte Zeit brauchten. Als Rache gingen wir nicht ohne den obligatorischen Windows98-c:\con\con–Bluescreen auf mehreren Rechnern zu verursachen.
Auf dem Weg zu dem Restaurant, das wir uns schon nachmittags ausgesucht hatten, um noch einmal Tapas zu essen kaufte sich Vero Augentropfen, da das Jucken aus Madrid mittlerweile zur Konjunktivitis geworden war. Wir aßen die Tapasplatte für zwei Personen mit Schinken, Chorizo, Zucchini, Gazpacho, Croquetes, frittierten Sardellen, Tintenfischringen und noch weiteren Kleinigkeiten, die wir nicht genau definieren konnten. Satt gingen wir früh ins Bett, da wir am nächsten Morgen aufstehen mussten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen