Als wir endlich an der Renfickstation ankamen, blieben uns noch 10 min bis zur Abfahrt unseres Wunschzuges, dem AVE um 1600 nach Córdoba.
Ausnahmsweise war das Glück mal auf unserer Seite, sodass Vero noch rechtzeitig die Reservierungen am Schalter kaufen konnte. So waren wir bereits um 1645 in Córdoba, wo wir noch keine Bleibe hatten, Wein kurzer Rundgang in der Bahnhofsgegend brachte kein Ergebnis, sodass wir beschlossen, bei einem im Reiseführer angegebenen Hostal anzurufen. Es hatte auch noch ein Zimmer für uns frei, sodass wir schon mal ein Bett hatten. Allerdings mussten wir dafuer in die Altstadt. Da wir am Bahnhofsvorplatz keine Busse sahen, fragten wir einen Taxifahrer, wie viel er für die Fahrt wolle. Er meinte, er würde 8 EUR nehmen, mit dem Bus wären es nur 1,90 EUR. Er sagte uns noch, welche Busnummer und welche Haltestelle und wir machten uns auf den Weg. Als endlich ein leerer Bus ankam, öffnete der Busfahrer die vordere Tür, doch als Vero einsteigen wollte, versperrte er ihr grinsend den Eingang, stieg selbst aus und sperrte den Bus ab. Wir guckten dumm aus der Wäsche. Nach 5 min kam der Busfahrer wieder, dieses Mal ließ er uns einsteigeb, nach kurzer Fahrt kamen wir an den Tendillas an, von wo aus wir nur noch kurz zum Hostal laufen mussten.
Das Hostal Séneca stellte sich als eines der typischen córdobesischen Häuser mit blumengeschmückten Patios heraus.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, gingen wir zum Corte Inglés. Hier kauften wir Nudeln und Rahmspinat, außerdem suchten wir uns jeder ein Bier aus, nachdem wir festgestellt hatten, dass es hier aus fast jedem Land ein Bier gab. Vero suchte sich ein kubanisches, Michael ein japanisches Bier aus, das wir hinter dem Orangensaft im Kühlschrank versteckten und am nächsten Tag abholen wollten. Auf dem Weg nach draußen wollten wir noch zwei Dinge erledigen: Erstens eine Corte-Kundenkarte organisieren und zweitens von der Computerabteilung aus die Alhambratickets bestellen. Die Cortekarte war nicht leicht zu bekommen, da die Anmeldebögen nirgends auslagen, sodass wir beschlossen, vorerst zu verzichten. Mit dem Internet hatten wir mehr Glück, wir hatten die Karten schon fast bestellt, als eine Corte-Frau kam und uns von dem Laptop wegschickte, der leider der einzige mit Internet war. Frustriert gingen wir ins Hostal, wo wir noch Nudeln und Spinat kochten, bevor wir schlafen gingen.
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