und auf Botz' Selbstversorgergarten
hatte.
Danach nahm uns Botz mit nach Ronda, wo er uns am Busbahnhof absetzte, denn ironischerweise darf man hier Gepäck einschließen, was in Zugbahnhöfen gesetzlich verboten ist.
In Ronda ergötzten wir uns zwei Stunden lang an der angeblich 100 m tiefen Schlucht, die Alt- und Neustadt teilte. Messungen mit Stein und Stoppuhr ergaben allerdings eine Tiefe von 108 m (Mittelwert; Δh= ±10 m).
Als Vero mit den Nerven am Ende war, weil Michael immer wenn sie nicht hinschaute auf die Begrenzungsmauer des Abgrunds stieg um todesmutig Fotos zu machen, traten wir den Rückzug an.
Michael wollte hierbei noch kurz einen Abstecher zu McDonalds machen, um aufs Klo zu gehen, er kam natürlich mit Burger in der Hand wieder. Auf dem Weg zur Busstation begann es traditionsgemäß zu rieseln, jedoch zum Glück nicht allzu stark und als wir am Bahnhof ankamen hatte aes auch schon wieder aufgehört. So traten wir unsere letzte Interrailzugfahrt nach Algeciras an, wieder mit der Regionalbahn. Dort angenommen liefen wir schnurstracks zu dem von uns schon vorher ausgewählten Hotel. Doch statt 50 EUR wollte die Frau an der Rezeption 87 EUR. Anscheinend war also der Preis, den wir im Internet gesehen hatten ein Sonderangebot. So leicht wollten wir uns jedoch nicht abwimmeln lassen, sodass Michael ein Internetcafé suchte, wahrend Vero an einer Straßenecke auf das Gepäck aufpasste. Nach einer Dreiviertelstunde kehrte er zurück, nach längerem googeln war er schließlich auf einer spanischen Seite gelandet, auf der der Name des Hotels stand und auf der er auf gut Glück irgendwas in die spanisch bezeichneten Felder eingetragen hatte. Als er fertig war, wollte er die Buchung ausdrucken, doch der Drucker funktionierte nicht.
Schwer gespannt, ob das alles jetzt funktioniert hatte und vor allem, was Michael da gebucht hatte, gingen wir zurück ins Hotel und sagten derselben Frau wie vorhin, dass wir reserviert hätten. Sie hatte das Fax gerade eben bekommen und schon hatten wir 37 EUR gespart.
Nachdem wir unsere Sachen abgelegt hatten gingen wir zum Hafen um Fährtickets nach Tanger zu kaufen. Doch Acciona, die Gesellschaft, mit der wir fahren wollten, da sie Rabatt auf Interrailtickets gewährte, hatte schon geschlossen. Die Reisebüros hatten noch geöffnet, jedoch konnten sie den Rabatt nicht geben. So beschlossen wir, den Ticketkauf auf den nächsten Tag zu verschieben. Wir gingen noch zu Supersol, um die Zutaten für das Abendessen zu kaufen.
Wir kochten uns Nudeln mit warmer Salsasoße, die hier als BBQ-Soße verkauft wurde und von uns mit Knoblauch, Oliven und Peperoni aufgepeppt wurde.
Nach dem Essen und spülen schauten wir noch kurz spanische Spielshows im Fernsehen bevor wir schlafen gingen
2 Kommentare:
Oh, was bin ich neidisch! Doch statt ein Mittel gegen Fernweh krieg ich hier nur FernSEH... sehr unbefriedigend! Ich erwarte nachträgliches Hochladen von Alhambraphotos (und einen gezeichneten Plan, damit ich auch da rein komme, wenn ichs mal hin schaffe).
Habt ihr 'ne Ahnung, wie viele Kilometer ihr bisher zurückgelegt habt?
Liebesgrüße aus Mainzkau!
quim
Dafuer haben wir hier erst einmal FernSEH auf deutsch gehabt; genaueres folgt, wenn ich gleich bei ener naechtlichen Tasse Pfefferminztee das handschrftliche Reisetagebuch auf den neuesten Stand bringe, sodass wir es in den naechsten Tagen wieder online stellen kann.
Den Nasridenpalast (den beruehmtesten Alhambrateil, den du wohl meinst) haben wir leider nicht gesehen, und zu dem kommst du auch echt nicht ueber den Geheimeingang. Die sind voll streng da, du hast ne Eintrittskarte, auf der ne genaue Uhrzeit angegeben ist, zu der du da reindarfst. Ich hab ihn ja schon letztes Mal gesehen, als ich in Granada war, fuer Michael wars doof, aber hier in marokkonsieht sowieso jedes Mittelklassehotel schon so aus...
Kilometer haben wir keine ahnung, im allerersten Blogeintrag ist aber die Gesamtkilometeranzahl angegeben afair.
Liebesgruesse aus Fez wo immerhin 25% der Frauen kein Kopftuch mehr tragen. (In Tanger waren alle irgendwie sehr orthodox...)
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